Worpsweder Hommage für Paula Modersohn-Becker endete am 24. Februar. Insgesamt rund 112.000 Besucher in den Leben!- Ausstellungen.

Mit einer Publikumspreis-Verleihung und weiteren Veranstaltungen endete am Sonntag, den 24. Februar in Worpswede das Paula Modersohn-Becker-Jahr anlässlich des 100. Todestages. Rund 112.000 Museumsbesucher zählten die sechs beteiligten Einrichtungen des Gemeinschaftsprojektes >Leben! Paula Modersohn-Becker in Worpswede< nach acht Monaten Laufzeit in ihren Häusern,. Damit ist die Worpsweder Zielmarke von 50.000 – 60.000 Besuchern um das Doppelte übertroffen.

Das Projektteam und die beteiligten Kuratorinnen der Museen freuen sich: ihr Konzept, den beiden großen thematischen Werkschauen in der Kunsthalle Bremen und in den Kunstsammlungen Böttcherstraße eine Gemeinschaftsausstellung auf den Lebensspuren der großen Künstlerin zur Seite zu stellen, ist aufgegangen. Dabei verstanden sich die Bremer und Worpsweder Einrichtungen von Beginn an als Kooperationspartner. Das Worpsweder Konzept gefiel den Bremer Museumsdirektoren bereits in der Planungsphase, so dass man sich schnell einigte, in den Ausstellungsprospekten und im Internet aufeinander aufmerksam zu machen.

Während die Bremer Kunsthalle und das Paula Modersohn-Becker Museum am 13. Oktober die Ausstellungen eröffneten, setzte das Worpsweder Projektteam bereits auf die Sommersaison. Mit Erfolg: Denn seit der Worpsweder Ausstellungsparcours am 1. Juli von Kulturstaatsminister Bernd Neumann feierlich eröffnet wurde, nutzte bis Oktober 2007 bereits rund ein Drittel der Gesamtbesucher den sommerlichen Vorlauf, um sich die Worpsweder Ausstellungen zum 100. Todestag von Paula Modersohn-Becker an den Originalschauplätzen anzusehen. Auch Presse, Rundfunk und Fernsehen begleiteten den vorzeitigen Worpsweder Aufschlag von Juli an mit zahlreichen überregionalen Beiträgen. Deutlich spürbar im Künstlerdorf war auch ein internationaler Besucherstrom, insbesondere aus den Niederlanden. Dort, genauer in Groningen und Friesland, hatten die Bremer und Worpsweder Museen neben weiteren Häusern in Oldenburg und Delmenhorst und unter der Federführung der Bremen Marketing GmbH in der Marketingkampagne „Kom Paula zien!“ ( „Komm Paula sehn!“) für ihre Ausstellungen zum 100. Todestag von Paula Modersohn-Becker geworben.

Leben! Paula Modersohn-Becker in Worpswede

Clara Westhoff: Büste Paula Becker, 1899Sie ist die bedeutendste deutsche Wegbereiterin der künstlerischen Moderne, eine Ikone des weiblichen Ringens um Unabhängigkeit im Leben und in der Kunst. Und sie ist gewiss die berühmteste „Worpswederin“: Paula Modersohn-Becker (1876 – 1907). Zu ihrem 100. Todestag ehrt Worpswede die Malerin mit dem Gemeinschaftsprojekt Leben! Paula Modersohn-Becker in Worpswede – einer Inszenierung, die Originalschauplätze, atmosphärische Ausstellungen und aktuelle Interventionen internationaler Künstlerinnen und Künstler im öffentlichen Raum miteinander verbindet.

Paula Modersohn-Becker: Wandmalerei in der Zionskirche, Worpswede

Spuren, Räume, Interventionen

Im Sommer 1897 besucht die junge Malerin Paula Becker zum ersten Mal Worpswede – und findet den Ort, der ihr weiteres Leben bestimmen wird. Hier trifft sie auf die entscheidenden Themen ihrer Kunst. Hier verarbeitet sie die künstlerischen Impulse der Moderne und entwickelt ihre eigene malerische Sprache. Und hier begegnet sie den Menschen, die ihr weiteres Leben prägenwerden. „Leben!“ – sechs Worpsweder Kultureinrichtungen und eine Gruppe junger internationaler Künstlerinnen und Künstler greifen dieses Leitmotiv Paula Modersohn-Beckers auf und machen es zum Angelpunkt einer außergewöhnlichen Inszenierung.